Besucherandrang beim Weidenthaler Knutfest

Frank Schwender wird zum sechsten Male Weltmeister.

Das 18. Knutfest des Weidenthaler Fußball-Clubs war mal wieder ein großer Erfolg. Jede Menge Besucher aus Nah und Fern pilgerten zum „Wacker“-Festgelände am Sportplatz und waren einmal mehr von dem Angebotenen begeistert. Dieses Jahr noch zusätzlich mit einem kleinen Riesenrad für Alt und Jung.

Im Zentrum des Interesses stand natürlich die 14. Weltmeisterschaft im Weihnachtsbaumwerfen-Dreikampf. 92 Herren, 40 Damen und 35 Kinder waren am Start, was absoluten Rekord bedeutet.Auch das Wetter zeigte sich von seiner besseren Seite, so dass spannenden Wettkämpfen auf der bestens präparierten Anlage nichts entgegenstand.

Bei den Damen dominierte mit Margret Klein-Raber aus Siersburg die Titelverteidigerin und Inhaberin aller vier Weltrekorde im Weihnachtsbaumwerfen das Teilnehmerfeld. Die für den LC Rehlingen aus dem Saarland startende Athletin war letztes Jahr auch Deutsche Meisterin und Europameisterin in ihrer Altersklasse im Gewichtewerfen. Gegem diesen „Profi“ hatten es die anderen Teilnehmerinnen natürlich schwer anzukommen. Mit ihrer Gesamtweite von 17,47 mdominierte sie den Wettbewerb,blieb aber 2,73 m hinter ihrem Weltrekord vom letzten Jahr zurück.Klein-Rabers Einzelergebnisse: Hochwurf 3,25 m, Schleuderwurf 7,25 m und Weitwurf 6,97 m. Auf Platz 2 kam Annika Lange aus Kaiserslautern, die mit starken 16,18 m glänzen konnte. Platz 3 ging an Cora Möbius aus Wachenheim mit ebenfalls guten 16,15 m. Die Weltmeisterin von 2016 freute sich sichtlich über ihre Platzierung.

Wesentlich spannender verlief der Herren-Wettkampf. Hier setzte sich Rekordweltmeister Frank Schwender aus Frankeneck zum sechsten Male gegen starke Konkurrenz durch. Titelverteidiger Christopher Milloth aus Weidenthal stellte zwar gemeinsam mit Mario Rawald aus Steinborn seinen Weltrekord im Hochwurf von 5,50 m ein, landete aber schlussendlich auf einem für ihn enttäuschenden neunten Platz. Schwenders Gesamtleistung sehr gute 23,17 m. Im Hochwurf schaffte der Seriensieger 5,00 m, im Schleuderwurf 9,75 m und im Weitwurf 8,42 m. Platz 2 ging an Clemens Hötger aus Kaiserslautern mit insgesamt 22,49 m vor Alexander Lux aus Lindenberg mit 22,27 m.

Für eine kleine Sensation sorgte Tim Biniak aus Enkenbach-Alsenborn. Er kam zwar in der Gesamtwertung mit 21,80 m nur auf den sechsten Platz, schaffte aber im Hochwurf mit überragenden 5,75 m einen neuen Weltrekord. Seit 2007 ununterbrochen bei allen Weltmeisterschaften am Start war Peter Schlenz aus Neustadt an der Weinstraße. Der Weltmeister von 2008 ist auch heute noch aus  Spaß an der Freude dabei. Mit Hubert Fielenbach aus Ubstadt-Weiher (2015) und Alexandra Köpper aus Römerberg (2017) waren noch weitere ehemalige Weltmeister im Teilnehmerfeld zu finden. Alle kommen immer wieder gerne nach Weidenthal und haben sich mit der Zeit zu einer großen Werfer-Familie zusammgefunden.

Die Sieger und Siegerinnen konnten sich über tolle aus Holz gearbeitete Elche freuen, von Michael Helf aus Weidenthal hergestellte wunderschöne Unikate. Die teilnehmenden Kinder erhielten kleine Erinnerungspräsente.

Der „Chef vum Knudfeschd“ Herbert Laubscher musste vor und während der WM wieder einen wahren Interview-Marathon über sich ergehen lassen. Zahlreiche Kamerateams waren vor Ort dabei, darunter Medienpräsenz aus England und Russland. Der SWR berichtete über das Großereignis bereits am frühen Abend in seiner Landesschau und sogar den ARD-Tagesthemen mit Ingo Zamperoni war die WM am späten Abend einen Bericht wert. Mitten drin eingebunden in die Weltnachrichten über Donald Trump & Co. Dieses mal aber WEIDENTHAL FIRST. Den tollen Bericht kann man sich in der ARD-Mediathek anschauen. Auch vor Ort, die Deutsche Presse Agentur (dpa) und die ZDF-Drehscheibe. Zahlreiche Printmedien und diverse Radioteams waren wieder stark vertreten. Die Heimatpresse durfte da natürlich auch nicht fehlen. Die ersten Zeitungen informierten über das außergewöhnliche Sportereignis Deutschlandweit bereits am Tag nach der WM.

Die „Weihermer Schneckenschleimer“ waren mit ihrer Guggemusik auch wieder mit von der Partie. Die badischen Stimmungskanonen sind in ihren bunten Kostümen und der schrägen Musik schon seit 15 Jahren dabei und beim Knutfest nicht mehr wegzudenken. Für das grandiose Abschlussfeuerwerk sorgten einmal mehr Ralph Rosenthal und sein Team. Viele Besucher harrten noch aus um dieses einmalige Spektakel nicht zu versäumen. Und als DJ „Rossi“ sorgte der Feuerwerker dann am Abend noch für überschäumende Stimmung bei der auch schon traditionellen „Knut-Party“ in der „Wacker“-Halle.

Feuermacher Reiner Nabinger hatte dieses Jahr ebenfalls wieder viel zu tun. Zum letzten Male, wie der rüstige 81-jährige Senior ausdrücklich betonte. Zahlreiche ausgediente Weihnachtsbäume wurden dabei den Flammen übergeben. Und jeder Gast, der seinen Baum zum Verbrennen mit brachte, erhielt wie immer bei diesen Anlässen einen Glühwein „fer umme“. Für lange Jahre „Feuermerschel“ beim Weidenthaler Knutfest überreichten ihm die beiden Wacker-Vorsitzenden Andreas Binz und Christopher Milloth sowie der „Chef vum Knutfeschd“ Herbert Laubscher als Dankeschön einen wunderschönen gehäkelten Elch. Weit mehr als eintausend ausgediente Weihnachtsbäume hat Reiner Nabinger in seiner Amtszeit verbrannt und ebenso viele Gutscheine für einen kostenlosen Glühwein ausgehändigt. Anmerkung, als „Feuermerschel“ bezeichnet man eine Person die gerne zündelt.

Der veranstaltende Weidenthaler Fußball-Club bedankt sich bei allen Helfern und Mitwirkenden vor und hinter den Kulissen für den reibungslosen Ablauf dieser einzigartigen Veranstaltung. Danke auch den vielen Besuchern, die teils lange Anreisen nicht scheuten. Die weitesten Anfahrten hatten Gäste aus Köln und vom Bodensee.

Und ein ganz besonderes Dankeschön geht an die vielen Medien, die mit ihrer Öffentlichkeitsarbeit erst das Fest zu dem machten, was es heute ist. Man sieht sich wieder, zum 19. Weidenthaler Knutfest und der 15. Weltmeisterschaft im Weihnachtsbaumwerfen, im kommenden Jahr, am 10. Januar an gleicher Stelle.